Mit 2-Takt-Duft
in den 7.Himmel der Ehe
in den 7.Himmel der Ehe
Hochzeit Christian & Jana
Termin:
Samstag, 20.08.2005 bis Samstag, 20.08.2005
Christian und Jana haben sich nach 10 Jahren entlich das Ja-Wort gegeben.
Am 20. August 2005 war es endlich soweit: nach 10 Jahren Testfahrt wollten
wir (die Honnis Christian und Jana vom Trabiclub Honni’s Bester e.V.) die
Rennstrecke gemeinsam meistern.
Doch eine „normale“ Hochzeit kam für uns nie in Frage. Entweder mit dem
Trabi (und natürlich dem ganzen Club) oder gar nicht. Also verschickten wir
ein paar Wochen vorher fleißig Einladungen. Es war fast klar, dass sich der
Rest unserer Truppe, die seit Jahren schon an unserer Seite waren, sich fast
genau so sehr darauf freuten, wie wir selbst. Wir hoffen, dass es nicht nur
am Freibier lag. Vielleicht eher daran, dass sie an dem Tag Gelegenheit
hatten, ein wenig mit uns zu scherzen und sich ein paar Dummheiten für uns
ausdenken konnten. Diese Chance konnten sie sich natürlich nicht entgehen
lassen.
Unsere Trauung fand im Museum im schönen Bad Salzelmen, einem kleinen
Stadtteil von Schönebeck, statt. Der Markt davor schrie förmlich danach,
sich mit Trabis füllen zu lassen. Nach und nach trudelte der Club und ein
paar andere langjährige Trabifreunde pünktlich und sogar fast vollzählig
ein. Allen voran Christian, der Bräutigam mit seiner kleinen gelben
Rennpappe. Wir hatten uns den Brautautoschmuck aus einem großen
Sachsenringzeichen anfertigen lassen. Als Vorlage dafür dienten die Blumen
von Romy und Erik von Happy - Promotion.
Als wäre die Trauung nicht schon anstrengend genug gewesen, durften wir
anschließend noch unser Können unter Beweis stellen. Wir bekamen ein
Zündkabel in die Hand gedrückt, was unbedingt mit der mitgebrachten
Eisensäge gekürzt werden musste. Und führten dann noch schnell einen
Kerzenwechsel an zwei Kolbenzylinder durch, die auf einen großen Holztisch
montiert wurden. Nach ein paar Minuten hatten wir auch diese Hürde noch
genommen und die Rundfahrt durfte los gehen.
Knatternd und mit 2-Takt-Duft ging es dann mit Blechdosen und weißen
Fähnchen in Richtung Innenstadt. So etwas hatten Schönebecks Straßen schon
lange nicht mehr gesehen und so winkten viele wie verrückt, als sie sahen,
dass es sich hier um eine waschechte Trabihochzeit handelte. Viele Opi’s
schauten so ungläubig drein, als dachten sie, der Osten wäre wieder zurück.
Ob Thomas und Ines mit ihrem Kuh - Trabi, Mirko und Andrea ultratief, unser
2. Thomas mit chicem Kombi, Kevin und seine Romy mit super Anlage, Kevins
Eltern Micha und Heike im originalen Kübel, Mischa und Manu vom Trabiteam
Eastside, die sich extra vom Papa das Cabrio geborgt hatten und Alex mit
Dani im Flip-Flop-lackierten Kübel – alle hupten wie verrückt.
Am Abend ging die Party dann erst richtig los. Alle kamen geschniegelt und
gebügelt im besten Anzug oder neuesten Kleid, um mit uns bis in die Nacht zu
feiern. Uns war fast klar, dass die Späßchen am Museum erst der Anfang war,
also überraschte es uns nur wenig, als die „Tests“ weiter gingen. Christian
durfte dann noch mit verbundenen Augen eine Kopfdichtung wechseln und ich
bekam den Auftrag blind die Krümmerdichtungen zu wechseln.
Auch bei den Geschenken waren die Ideen groß. Wir bekamen ein sehr schwere
Holzkiste, die mit Beton ausgegossen war, in den noch eine Rohrhülse mit
Geld einbetoniert wurde. Es gab einen nagelneuen Krümmer, in dem auch
etliche Scheine versteckt waren. Dann wurde uns feierlich eine Tafel
überreicht, auf der zwei ineinander verschlungene, Airbrush lackierte
Lampenringe befestigt waren. Trabitassen für’s nächste Frühstück und eine
Hochzeitstorte aus Klopapier rundeten die Sache ab.
Alles in allem war es ein Tag, wie wir ihn uns immer gewünscht hatten. Und
wir sind uns einig, dass er ohne Trabis nur halb so schön geworden wäre.
Deshalb hier noch einmal ein ganz ganz großes Dankeschön an alle, die diesen
Tag für uns unvergesslich gemacht haben!
(Jana 10.09.2005)